Trauerarbeit: So linderst Du den Schmerz

Jedes Leben ist von zahlreichen Emotionen geprägt. So sind es meist die unvorhergesehenen Ereignisse, die große Gefühle aufleben lassen – sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Neben den schönen Momenten wie die Geburt eines Kindes oder das Jawort eines Ehepaares gehören auch Trauer, Verlust und Tod zum Leben dazu.

Trauerarbeit: Trauer überwinden

Trauer loslassen mit der Trauerarbeit

In diesem Zusammenhang spielt oft der Verlust eines geliebten Menschen eine tragende Rolle. Dies kann sowohl die Trennung vom geliebten Partner sein als auch die Trauer über den Tod eines nahestehenden Menschen. In solchen Situationen ist es wichtig, dass die Trauerarbeit einen festen Platz im Leben des Trauernden erhält, um über den Verlust hinwegzukommen, die Gefühle verarbeiten zu können und so offen für neue Erlebnisse zu sein.

Trauerarbeit – Ein wichtiger Prozess

Wie bereits aufgeführt ist die Trauerarbeit im wesentlichen dafür verantwortlich, dass die eigenen Gedanken und Gefühle sortiert werden und das Leben wieder als lebenswert empfunden wird. Denn erst nach erfolgreicher Trauerarbeit kann man die Trauer ganz abschließen – lässt man ihr hingegen keinen Raum, so werden die negativen Gefühle immer präsent sein und das Leben langfristig erschweren.
Grundsätzlich spielt es keine Rolle, welcher Grund für die Trauerbewätigung vorliegt, also ob nun eine Trennung oder ein überaschender Tod eines geliebten Menschen den Schmerz hervorruft. Wichtig ist, dass wir bereits unmittelbar nach dem Geschehen mit der Bewältigung dieser Situation beginnen. Vielen von uns hilft es, wenn gemeinsame Erinnerungen erneut durchlebt werden. So können bedeutsame Orte aufgesucht oder Fotos angesehen werden. Oftmals bereisen wir in diesem Zusammenhang frühere gemeinsame Urlaubszeile, spazieren an bekannten Pfaden entlang oder suchen das gemeinsame Lieblingsrestaurant auf. Diese Erlebnisse lassen schöne Erinnerungen aufblühen, so dass wir uns für kurze Zeit auch während der Trauerarbeit erfreuen können.

Trauerarbeit: Symbole, Andenken und Ansprechpartner

Für die Trauerarbeit ist es auch hilfreich, wenn persönliche Andenken in der Wohnung aufgestellt werden – zum Beispiel in Form von Bildern, Geschenken, usw. Manche von uns errichten sogar einen eigenen Altar, der stets einen festen Platz einnimmt und dadurch für uns allgegenwärtig ist. So lassen wir die Vergangenheit wieder aufleben und erfreuen uns an einzelnen Dingen – das können Symbole sein wie beispielsweise ein Engel als Symbol des Friedens und der Herrlichkeit. Oder persönliche Dinge, die uns verbunden haben; zum Beispiel der Ehering, ein Liebesschloss oder auch eine getrocknete Rose. Vielen von uns hilft es bei der Trauerarbeit auch sehr, wenn wir unsere Gedanken und Gefühle einem anderen mitteilen. So können Familienangehörige als Zuhörer gewählt werden, aber auch der Weg zur Kirche ist eine Möglichkeit, den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen. Wichtig dabei ist nur, dass wir Vertrauen zu der entsprechenden Person haben und sie uns das Gefühl vermittelt, jederzeit ein vertrauenswürdiger Einsprechpartner zu sein.

Die Dauer der Trauerarbeit

Wie intensiv und wie lange die Trauerarbeit im Einzelfall dauert, ist bei jedem von uns unterschiedlich. So gibt es viele Personen, die nach dem plötzlichen Ereignis erst einmal Abstand nehmen müssen und sich erst später mit ihrer Trauer auseinandersetzen können. Diese entfernen zunächst auch alle möglichen Dinge, die sie mit dem Verstorbenen in Verbindung bringen. Demnach sind die vorangegangenen Möglichkeiten der Schmerzlinderung grobe Richtungen, wie solch eine Trauerarbeit aussehen kann. Wie und in welchem Umfang sie bei uns im Einzelfall zu tragen kommt, sollte jeder von uns selber entscheiden.

Trauerarbeit – Der Neustart zurück ins Leben

Wie auch immer wir einen Trauerfall verarbeiten, wichtig ist, dass nach einem entsprechenden Lebensabschnitt die Trauerarbeit abgeschlossen werden und das eigene Leben wieder im Mittelpunkt stehen kann. Dies bedeutet keinesfalls, dass wir das Geschehene vergessen haben bzw. ausblenden. Vielmehr gibt uns die Trauerarbeit die Möglichkeit, unseren Gefühlen freien Lauf zu lassen, um dann wieder für viele neue und schöne Ereignisse empfänglich zu sein. Denn die Erfahrung hat gezeigt: Personen, die keine intensive Trauerarbeit vollzogen haben, werden es in Zukunft sehr schwer haben, sich über zukünftig positive Seiten des Lebens zu freuen. Daher sollten wir auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir nach einer erfolgreichen Trauerarbeit wieder lachen. Im Gegenteil: Es zeigt dann, dass wir wieder ins Leben zurückgefunden haben und auch wieder glücklich sein können.

Die Trauerarbeit ist eine wichtige Hilfe, haben wir beispielsweise einen geliebten Menschen verloren. Dabei kann sie ganz unterschiedlich aussehen. So hilft es manchen Menschen, über den Verstorbenen zu reden, während andere in der Phase der Trauer lieber an gemeinsam besuchte Orte reisen. Denn umm die Trauer loszulassen, müssen wir durch diese Phase hindurch.